Einige Indikationen für Osteopathie im kraniosakralen Bereich 

Einige Indikationen für Osteopathie im kraniosakralen Bereich 

Aus: Liem, Kraniosakrale Osteopathie, 6. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2013 

 

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die im Folgenden dargestellten „Indikationen für Osteopathie im kranialen Bereich“ nur begrenzten Nutzen haben, da osteopathische Behandlungsansätze in der Regel nicht indikationsspezifisch eingesetzt werden, sondern entsprechend der jeweiligen osteopathischen Befunderhebung und Diagnostik. Außerdem ist eine kraniale Osteopathie im eigentlichen Sinne nicht existent. Die Unterteilung der Osteopathie in Teilgebiete erfolgt aus rein didaktischen Gründen. In diesem Sinne werden in der Osteopathie nicht Techniken für bestimmte Krankheiten gelehrt, sondern es steht die Vermittlung und Diskussion von Prinzipien, Modellen, Konzepten, Anwendungen und Sichtweisen im Vordergrund, deren Umsetzung in Techniken mündet. 

 

Jede Behandlung ist individuell, sie ist angepasst z.B. an die Natur der Störung, an das spezifische Verlangen des Patienten, an sein Alter, seine psychische Verfassung und seinen Lebensstil. 

 

Beispielsweise werden in der osteopathischen Lehre Reflexionen zur dialektischen Dynamik von Funktion und Dysfunktion sowie zu Beziehungsgefügen eingesetzt, um das Verständnis für die zu Gesundheit und zu Krankheit führenden Faktoren und Prozesse zu wecken (s. Liem 2016 [1]). Auf diese Weise kann der Therapeut in Kommunikation mit den Körpergeweben und im Verständnis der spezifischen Entstehung von Krankheitssymptomen die geeignete Herangehensweise für den jeweiligen Patienten wählen. So kann in der Osteopathie bei 2 Patienten mit exakt der gleichen Krankheitsbezeichnung eine ganz unterschiedliche Behandlung erfolgen. Es gilt ausdrücklich: Es werden keine Krankheiten, sondern Menschen behandelt. 

 

Die folgenden Behandlungsmöglichkeiten dienen nur als sehr grobe Übersicht – unter Berücksichtigung osteopathischer Literatur – in welchen Bereichen kraniale Ansätze im Rahmen einer osteopathischen Behandlung mit angewendet wurden. Sie beruhen zum größten Teil auf Einzelerfahrungen von Osteopathen. 

 

Asthma bronchiale 

Asthma ist ein multifaktorielles Geschehen mit genetischen und psychischen Einflüssen. Aus kranial-osteopathischer Sicht können folgende Strukturen beteiligt sein [6]: 

  • Foramen jugulare: Der N. vagus innerviert die Bronchien.
  • Th2–Th6 und ihre zugehörigen Rippenpaare: Vor den Rippenköpfchen liegen die Sympathikusganglien, die die Bronchien innervieren. Störungen der Schädelbasis und der genannten Brustwirbel und Rippenpaare können die Sekretion der Bronchien und ihre kontraktile Bewegung beeinträchtigen. 
  • Os palatinum, Os sphenoidale, Os maxillare mit Einwirkung auf das Ganglion pterygopalatinum: Insbesondere Extensionsdysfunktionen und traumatische Krafteinwirkung von anterior können dieses Ganglion beeinträchtigen. Die Folge ist eine schlechte Funktion der Schleimhäute und somit eine verminderte Anwärmung, Befeuchtung und Säuberung der eingeatmeten Luft. 
  • Spannungen des thorakalen Einlasses und des Zwerchfells: Flüssigkeitsbewegungen und insbesondere der Lymphabfluss können durch diese Strukturen beeinträchtigt werden. 
  • Bewegungseinschränkung der Gesichtsknochen und des Os sphenoidale führen zu einer verminderten Drainage in diesem Gebiet mit der Begünstigung von Rhinitis, Sinusitis und Asthma. 
  • Behandlung der genannten bzw. betroffenen Strukturen unter Berücksichtigung der psychischen Faktoren sind die Grundlagen für einen Heilungserfolg. Weitergehend sollte ggf. eine Rauchentwöhnung durchgeführt werden. 
  • Eine osteopathische Behandlung zeigt hinsichtlich der Ausatmung bei Kindern mit Asthma bronchiale eine signifikante Verbesserung. Die Mobilisation der BWS, des Thorax und des Thoraxinhalts mittels Blagrave-Techniken führte zu einer Erhöhung des Peak-Flow-Wertes. 
  • So könnten bestimmte osteopathische Techniken mittels viszerosomatischer Reflexe sowie mittels Veränderung der Sympathikusaktivität über die Aktivierung der paravertebralen sympathischen Ganglien somatische Auswirkungen hervorrufen. 

Bissanomalien und Störungen des Kiefergelenks, kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD) 

Eine Vielzahl von Ursachen können zu Kiefergelenks- und Bissstörungen führen [7][8][9][10][11]: z.B. Veränderungen in der SSB durch Geburtstraumata oder Unfälle (mit der Folge asymmetrischer Kieferstellungen), Störungen des Os temporale, zahnchirurgische Eingriffe, psychische Anspannung mit Hypertonus der Kaumuskulatur. Eine differenzierte Befunderhebung des gesamten Körpers, auf- und absteigender myofaszialer Ketten, des Kiefergelenks und der Schädelbasis unter der Berücksichtigung peripherer und zentraler Sensibilisierungsmechanismen sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. 

Die Behandlung umfasst die Normalisierung der betroffenen Strukturen und der zugrunde liegenden Ursachen (s. a. Liem T: Praxis der kraniosakralen Osteopathie. 3. Aufl. Stuttgart: Haug; 2010: 240–382). 

Eine systematische Literaturanalyse aus dem Jahr 2013 kommt zu dem Schluss, dass die Osteopathie als Bestandteil der Standardbasistherapie bei Diagnose nach Achse I der

Research Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders (RDC/TMD) bei myogener oder kombinierter arthrogener/myogener Störung empfohlen werden kann. 

Hyperaktivität des Kindes 

Diesem Geschehen liegen multiple Faktoren zugrunde. Eine der Ursachen für das Entstehen dieser Störung ebenso wie bei Lernschwierigkeiten ist häufig in Geburtstraumata und in früher Kindheit zu suchen. Durch eine kraniosakrale Behandlung der Neugeborenen könnten diese Symptomatiken möglicherweise vermindert werden. 

Die wichtigsten Techniken in der Osteopathie: Behandlung der SSB, der suturalen Verbindungen der Ossa temporalia und, wenn nötig, die Lösung der Kompressionen am Atlantookzipitalgelenk und am lumbosakralen Übergang. Die Ernährung ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei diesem Symptomenbild. Eine rohkostreiche Ernährung mit wenig zuckerhaltigen Speisen und Getränken ist zu empfehlen. Ebenso sollte das psychosoziale Umfeld dieser Kinder mit in die Therapie integriert werden. Jedoch sind viele weitere Faktoren involviert, z.B. auch die Augen (latenter Strabismus). 

Kinder und Neugeborene 

Sutherland unterschied in der Klinik Störungen des PRM vor (bei Kindern und Jugendlichen) und nach (bei Erwachsenen) der kompletten Ausbildung suturaler Strukturen. Besonders in der frühen Kindheit sollen osteopathische Behandlungen in der Lage sein, beeinträchtigende prä-, peri- und postnatale Einflüsse zu minimieren oder sogar ganz aufzulösen. 

Migräne und Kopfschmerzen 

Migräneartige Kopfschmerzen sind auf ein multifaktorielles Geschehen zurückzuführen. An dieser Stelle können die unterschiedlichen Formen von Kopfschmerzen, die vielfältigen Ursachen, die zugrunde liegenden strukturellen Veränderungen und die entsprechenden Therapiemöglichkeiten nur andeutungsweise und sehr unvollständig behandelt werden. Aus osteopathischer Sicht können folgende Strukturen beteiligt sein: 

  • Spannungen der Dura, die sich auf die venösen Blutleiter und die arteriellen Blutgefäße auswirken, z.B. die A. meningea media. Die Folgen sind u.a. zerebrale Ödeme, Entzündungen, reflektorische Muskelspannungen im Nacken usw. 
  • SSB-Dysfunktionen mit Blockierungen der Suturae sphenosquamosa, occipitomastoidea, petrojugularis, petrosphenoidalis 
  • Os occipitale und Os temporale: Am Foramen jugulare kann der Vagusnerv Spannungen der Duralmembran ausgesetzt sein und der venöse Rückfluss behindert werden, mit der Folge von Übelkeit, Schwindel, Erbrechen. An der Vorderwand der Felsenbeinspitze des Os temporale befindet sich eine flache Mulde für das Ganglion trigeminale. Der N. trigeminus versorgt sensibel das Gesicht, die Stirn sowie die intrakraniale Dura.
  • Obere HWS und Spannungen der Nackenmuskulatur: Die sensible Innervation eines Teils des Schädels und der Dura verläuft über die ersten 3 zervikalen Nerven. ● Restriktionen am Sakrum und an den oberen Rippen 
  • Spannungen der Kaumuskulatur: Vor allem der M. temporalis ist in der Lage, Schmerzen zu verursachen, indem er die Sutura sphenosquamosa komprimiert. ● die hyoidale Muskulatur mit ihrem Einfluss auf die V. jugularis (Kap. 16.3.6.14) ● Von den Gefäßen sind die Arterien am schmerzempfindlichsten, dann kommen die großen Sinus und am geringsten sind die kleinen Sinus und die Venen schmerzempfindlich. Die Blutgefäße des Kopfes werden präganglionär von C8–Th3, vom Ganglion stellatum (über die A. vertebralis) und vom Ganglion cervicale superius (über die A. carotis interna und externa) versorgt. Auch parasympathische Innervationen sind unregelmäßig anzutreffen, z.B. über den N. facialis. Nicht selten ist die A. meningea media an der Sutura sphenosquamosa Spannungen ausgesetzt, die zu Kopfschmerzen führen können. 
  • viszerale Strukturen des Thorax oder des Verdauungsapparates (über die faszialen Verbindungen zum Tuberculum pharyngeum des Os occipitale) 
  • vaskuläre Dynamiken: A. vertebralis, Äste der A. carotis interna, A. carotis externa, Abflusstörungen der V. jugularis interna 
  • N. trigeminus und seine Äste und insbesondere das spinale Kerngebiet ● somatische Nerven, z.B. N. occipitalis major, N. occipitalis minor, N. auricularis magnus etc. 

Die Behandlung dieser Strukturen und aller anderen zugrunde liegenden Dysfunktionen können die Migräne und Kopfschmerzen sehr positiv beeinflussen. Selbstverständlich sollten alle weiteren möglichen Ursachen abgeklärt, psychische Anspannungen reguliert, Herde ausgeschaltet und ggf. eine Ernährungsberatung durchgeführt werden. 

Mögliche Techniken: CV-4, atlantookzipitale Entspannung, Behandlung der SSB, Befreiung der Sutura occipitomastoidea, intrakraniale Duralentspannungstechniken, Lösung von Verspannungen der Nackenmuskulatur und der hyoidalen Muskulatur (s. a. Liem T: Praxis der kraniosakralen Osteopathie. 3. Aufl. Stuttgart: Haug; 2010). 

Laut einer systematischen Literaturarbeit von 2011 sind bisherige zur Behandlung der Migräne, Spannungskopfschmerzen und zervikogen bedingten Kopfschmerzen bei Kinder und Jugendlichen mit unzureichender Validität durchgeführt worden [39]. 

Vor allem Stress, Schlaf und Ernährungsfaktoren können als Triggerfaktor des primären Kopfschmerzes wirken [40]. 

Im Rahmen einer kontrollierten klinischen Studie mit Quasi-Randomisierung mit 19 Migränepatienten konnte ein deutlicher Verbesserungseffekt der Erkrankungssymptomatik bei Migränepatienten durch eine befundorientierte osteopathische Behandlung aufgezeigt werden. Insgesamt zeigten die Patienten multiple Dysfunktionsmuster in allen Körpersystemen [41].

Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 gibt es Hinweise, dass Migräne, Kopfschmerzen und assoziierte Symptome durch die osteopathische manuelle Therapie verbessert werden können. Bei 28 Patienten (76%) wurde eine Dysfunktion im Bereich des Atlantookzipitalgelenke, bei 21 (57%) im Bereich von C7–Th1 und bei 14 (38%) in der Region der Sakroiliakalgelenke diagnostiziert. Es fand sich bei jedem Patienten mindestens eine viszerale Dysfunktion, meist der Leber. Durchschnittlich wurden 2 kraniale Dysfunktionen pro Patient lokalisiert (am häufigsten der Dura mater cranialis und SSB) [42]. 

Chronische Mittelohrentzündungen 

Das Mittelohr ist ähnlich wie ein nasaler Sinus gestaltet. Ein Drittel der Tuba auditiva, ihre lateralen knöchernen Anteile, sind meist kontinuierlich geöffnet, während sich die medialen zwei Drittel mit jedem Schlucken oder Gähnen öffnen und schließen. Normalerweise werden über die Tuba auditiva Sekrete aus dem Mittelohr in den Rachenraum befördert. Bei Dysfunktionen kann am knorpeligen Anteil der Tuba auditiva das Lumen verengt sein. Es kommt dann zu einer verminderten Drainage und zur erhöhten Anfälligkeit von Infektionen im Mittelohr. Auch hier sind außer der entsprechenden Ganzheitsbehandlung, v.a. das Os temporale, die Eustachische Röhre und das Kiefergelenk zu behandeln (s. a. Liem T: Praxis der kraniosakralen Osteopathie. 3. Aufl. Stuttgart: Haug; 2010). 

Osteopathische Befunde bei akuter Otitis media konnten auf die kraniofasziale Morphologie und eine Dysfunktion des Os temporale zurückgeführt werden. 

Ein osteopathische Behandlungsprotokoll umfasste die Behandlung der sakroiliakalen Gelenke (beidseitig mittels BLT), des thorakolumbalen Übergangs und Zwerchfells mittels (myofaszialem Release), der Rippen (mittels myofaszialem Release oder BLT), des zervikothorakalen Übergangs (mittels myofaszialem Release), der zervikalen Region (mittels BLT), des kraniozervikalen Übergangs mittels subokzipitaler Inhibition sowie Sinus-venosus-Drainagetechniken, okzipitale Dekompressionstechniken und eine Dekompression der Synchondrosis sphenooccipitalis. 

Psychosomatische Leiden und viszerale Funktionsstörungen 

Diese Störungen sind fachübergreifend zu behandeln. Auch osteopathische Behandlungen könnten Teil der Behandlung sein. Der Einfluss des vegetativen Nervensystems ist von großer Bedeutung. Das Foramen jugulare (N. vagus) sollte korrigiert werden. Die CV-4-Technik hilft, das vegetative Nervensystem zu harmonisieren. Auch die faszialen Strukturen der betroffenen Organe sind zu normalisieren. Durch die Normalisierung struktureller Fehlspannungen, Fehlstellungen und faszialer Restriktionen sowie durch die Bewusstwerdung und Integration zugrunde liegender nicht bewusster/verdrängter

Emotionen und Erlebnisse (die sich in der Gewebestruktur manifestieren und wiederfinden) ist die Grundlage für eine ganzheitliche Heilung geschaffen. 

Ebenso haben die Ernährung, der Alkoholkonsum, der Lebenswandel, die körperliche Aktivität, die Lebens- und Arbeitssituation des Patienten einen großen Einfluss auf die Heilung. 

Bei Tumoren und Fehlbildungen kann in Verbindung mit allen anderen notwendigen medizinischen Maßnahmen meist nur das Fortschreiten verlangsamt oder eine Begleit- bzw. Nachbehandlung durchgeführt werden. 

Der aufgetretene Behandlungseffekt in 5 untersuchten Forschungsarbeiten und einem Fallbericht ist signifikant hoch. Eine große Rolle spielt die Behandlung des Nervensystems, des zirkulatorischen Systems, der Wirbelsäule (obere HWS, Schädelbasis, subokzipital, C3–C5, LWS, Th4–L2, Becken, Iliosakralgelenk), des M. psoas, der unteren Rippen, der Viszera (Peritoneum und Organe), des thorakoabdominalen Diaphragmas und Diaphragma pelvis. Bei funktionellen Herzbeschwerden wurden Dysfunktionen im Bereich der Wirbelsäule gehäuft im Bereich C0, Th4, L3 und L5 lokalisiert. Häufig wurden in einer Studie Dysfunktionen im Bereich Th2–Th6, Sternum und Sakrum palpiert. Auch Dysfunktion der Sutura occipitomastoidea wurde angegeben. Direkte physische Traumata, v.a. Stürze auf das Steißbein oder Schleudertrauma mit einer Dysfunktion der Zentralsehne wurden anamnestisch gefunden. 

Pylorospasmus bei Kleinkindern 

Es kann unter Umständen der linke N. vagus am Foramen jugulare betroffen sein. Techniken zur Lösung der Spannungen am Foramen jugulare und an der Sutura occipitomastoidea sind in diesen Fällen angezeigt. Ebenso sollte die Magen-Zwölffingerdarm-Relation palpiert werden. Möglicherweise sind auch das Zwerchfell und der zervikothorakale Übergang beteiligt. 

Schleudertrauma 

Schleudertraumata scheinen gut auf osteopathische Behandlungen anzusprechen. Zur Erinnerung: Es sollte keine atlantookzipitale Entspannungstechnik bis 3 Monate nach einem Schleudertrauma ausgeübt werden, da ein Anbruch des Dens vom Axis nicht ausgeschlossen werden kann. Es ist unbedingt notwendig, außer der HWS auch die Körperstrukturen ober- und unterhalb dieser und die weiter entfernt gelegenen Strukturen zu untersuchen – inklusive fluider Kraftvektoren, denn der ganze Patient war dem Trauma ausgesetzt, nicht nur die HWS. Die Auswirkungen auf die BWS und LWS, das Os sacrum und Becken, die paravertebralen Muskeln, Ligamente, Faszien, Nerven, Gefäße sowie den Schädel mit den intrakranialen Membranen, zerebralen Gefäße, das Foramen jugulare, den LCS und das Nervensystem usw. sind nicht vorhersehbar. Zur lokalen Behandlung empfiehlt

Magoun eine sanfte Traktion von 2–5 Kilopond, 2- bis 3-mal am Tag, für 15–20 min auszuführen. Die Wirkung der Traktion wird nach meiner Erfahrung verbessert, wenn sie mit einem Unwinding der HWS verbunden wird. 

Bei einem Schleudertrauma wird häufig auch das Sakrum im Becken fixiert und seine feine kraniosakrale Bewegung eingeschränkt. Es können sich dann weitere Dysfunktionen einstellen: ein- oder beidseitige iliosakrale oder lumbosakrale Dysfunktionen sowie Dysfunktionen der Symphyse mit der Folge einer Einschränkung der Bein-, Rücken- und Kopfbeweglichkeit. Die Lösung der Blockierungen des Iliosakralgelenks, der lumbosakralen und anderer Wirbelgelenke ist von grundlegender Bedeutung für die Behandlung des Schleudertraumas. 

Eine befundorientierte osteopathische Behandlung zeigte bei Schleudertrauma in einer kontrollierten und randomisierten Studie mit 40 Probanden einen positiven Effekt. General Osteopathic Treatment verminderte den Schmerz (Behandlung: indirekte Technik Os temporale, Dekompression der SSB, Muskelenergietechnik, BLT der HWS, isometrische Muskelkontraktion sowie Kompression und Dekompression des Temporomandibulargelenks, indirekte fasziale Entspannungstechnik des Hyoids, der oberen Thoraxapertur, BLT der BWS, LWS, faszial des Os sacrum und Os coccygis, Mobilisation des Magens). 

Chronische Sinusitis 

Betroffene Strukturen sind das Os frontale, Os ethmoidale, Os sphenoidale und Os palatinum, die Maxilla und der Vomer (Os zygomaticum und Os temporale) sowie die beteiligten weichen Gewebe, z.B. die hyoidale Muskulatur und die arteriovenösen (A. carotis communis, V. jugularis interna) und nervalen (Ganglion pterygopalatinum, N. trigeminus) Strukturen. Die Therapie zielt darauf ab, alle beteiligten knöchernen und muskulofaszialen Restriktionen zu lösen und einen freien Flüssigkeitsstrom und eine Drainage in diesem Bereich zu gewährleisten (s. a. Liem T: Praxis der kraniosakralen Osteopathie. 3. Aufl. Stuttgart: Haug; 2010). 

Skoliosen 

Über 90% aller Skoliosen sind aus medizinischer Sicht idiopathisch. Möglicherweise sind Geburtstraumata am atlantookzipitalen Gelenk, am Okziput und an der SSB teilweise beteiligt. Auch primäre oder sekundäre Dysfunktionen am Sakrum und Ilium oder eine echte Beinlängendifferenz sowie traumatische Krafteinwirkungen an Gesicht und Maxilla, zahnchirurgische Eingriffe, Zahnklammern, Organstörungen usw. können die zugrunde liegende Ursache darstellen. 

Mögliche Techniken: Behandlung der SSB, der atlantookzipitalen Gelenkflächen und aller zugrunde liegenden Strukturen und primären Dysfunktionen.

Störungen des N. vagus 

Eine Stimulierung des linken N. vagus hat eine antientzündliche Wirkung. Sie kann bei der Behandlung von Störungen des Verdauungstrakts (Gastroparese, Reizdarmsyndrom, Obstipation, Dyspepsie), bei Entzündungen und Schmerzen der Viszera, bei Hypersensibilitäten und Allergien, bei Tinnitus, bei Bluthochdruck und Depressionen sowie möglicherweise bei Fibromyalgie und Epilepsie helfen. Der N. vagus kann im Bereich der Sutura occipitomastoidea, Sutura petrojugularis, im Ohr oder im Bereich der linken Karotisscheide stimuliert werden. 

Störungen des Sehapparates 

Generell sollten stets die folgenden Strukturen untersucht und behandelt werden: 

  • knöcherne Verbindungen der Orbita und die Orbita als Ganzes 
  • Os sphenoidale und SSB (aufgrund der Ansatzstellen der Augenmuskeln) und die Öffnungen am Os sphenoidale für den Sehnerv und die Augenmuskelnerven ● intrakraniale Duralmembranen (insbesondere das Tentorium cerebelli), da die Augenmuskelnerven an ihnen entlangführen (insbesondere der N. abducens ist anfällig, da er unter dem Lig. sphenopetrosum des Tentoriums verläuft und mit diesem faserig verbunden ist) 
  • Augenmuskeln 
  • Kornea, Abflusshindernisse des Kammerwassers, der Tränenflüssigkeit, Bulbus etc. ● Okziput und der Atlas 
  • ggf. Os temporale, aufgrund der Anheftung des Tentoriums an diesem Knochen Geeignete ophthalmologische Indikationen: 
  • Amblyopie 
  • Astigmatismus, Schielen 
  • Akkommodationsstörungen und Strabismus bei Kindern 
  • Entzündungen der Augenstrukturen 
  • Glaukom 
  • Katarakt 
  • Kurzsichtigkeit 
  • latenter Strabismus, Heterophorie 
  • Weitsichtigkeit 
  • Nystagmus

Glaukom 

Unterstützt werden kann die Therapie durch Behandlung der Beziehungsgefüge des Zwerchfells, Entlastung und Drainage venöser Stauungen, insbesondere durch die Lösung der Sutura petrosphenoidalis, der Sutura occipitomastoidea und die Behandlung des Os lacrimale sowie Klopftechniken nach Ruddy. 

Das Ergebnis zeigte bei allen untersuchten 10 Probanden eine Erhöhung der okulären Pulsamplitude nach einer osteophatischen Behandlung. Die Befunderhebung ergab bei allen Probanden ein ventral orientiertes Spannungsmuster des thorakolumbalen Diaphragmas sowie einen deutlich bevorzugten thorakalen Atemausdruck und eine erschwerte abdominelle Atembewegung bei Normal- und Tiefatmung sowie bei 8 Probanden einen Befund des kraniozervikalen Diaphragmas. Osteopathiscdhe Befunde im Bereich des kranialen oder parietalen Systems wurden nicht gefunden. 

Eine heterogene Gruppe mit Glaukom zeigte keine signifikante Verminderung des intraokkulären Druckes nach zwei osteopathischen Behandlungen. Eine Tendenz zur Verminderung des Druckes zeigte sich bei der zweiten Behandlung. Es wurden Übungen der Augenmuskeln, eine Mobilisierung des Zwerchfells, des zervikothorakalen Diaphragma, Lösung der OAA-Gelenke, der SSB, des Foramen jugulare, Ohrzugtechnik, Lösung des Os frontale und CV-4 durchgeführt. Weitere Studien sollten mit mehr Behandlungen und befundorientiert durchgeführt werden. 

Katarakt 

Die Entwicklung eines Katarakts kann unter Umständen verlangsamt werden durch Lösung der orbitalen Strukturen, insbesondere der Sutura frontomaxillaris und des atlantookzipitalen Gelenks. Die Ernährung spielt ebenfalls eine außerordentlich große Rolle (s. a. Liem T: Praxis der kraniosakralen Osteopathie. 3. Aufl. Stuttgart: Haug; 2010). 

Kurzsichtigkeit 

Das Os sphenoidale befindet sich meist in Extension, sodass die Orbita in ihrem longitudinalen Durchmesser vergrößert ist. Die Behandlung zielt darauf ab, die Orbita und den Bulbus in ihrem longitudinalen Durchmesser zu vermindern. 

Latenter Strabismus, Heterophorie 

Die visuelle Analogskala für Befindlichkeit könnte auf eine positive Wirkung einer befundorientierten osteopathischen Behandlung hinweisen. Läsionen wurden v.a. in folgenden Bereichen lokalisiert: Okziput-Atlas-Axis, zervikothorakaler Übergang und Synchondrosis sphenooccipitalis, Zwerchfell, Viszerokranium, thorakolumbaler Übergang,

Temporomandibulargelenk, seltener im Bereich Th1–Th5, Th6–Th9, Becken, LWS und der unteren Extremität. Viszerale Dysfunktionen fanden sich v.a. im Bereich des M. sphincter Oddi, des Dünndarms und der Leber. 

In einer klinischen Pilotstudie konnte ein therapeutischer Erfolg seitens der Osteopathie nachgewiesen werden (p> 0,05). Laut einer Studie aus dem Jahr 2012 konnte mittels osteopathischer Techniken der Heterophoriewinkel unmittelbar nach OMT reduziert werden (p = 0,006; Behandlung: Zwerchfell, Öffnung des M. sphincter Oddi, Leberentstauung, thorakolumbaler Übergang, erste Rippe, zervikale Faszie, Dekompression des OA-Gelenks, SSB, Synchondrosis sphenopetrosa, Lig. petrosphenoidale, Sutura frontosphenoidale, Temporomandibulargelenk, PRM, Orbita, Bulbus, Dehnung der Augenmuskeln). 

Nystagmus 

Dieser kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden. Magoun erwähnt eine Überreizung des N. vestibulocochlearis, der Verbindungen hat zum III., IV. und VI. Hirnnerv. Er führt dies zum Teil auf Störungen im Bereich der Pars condylaris und der Sutura petrosphenoidalis zurück. Entspannungen der Dura können oft Besserung verschaffen (s. a. Liem T: Praxis der kraniosakralen Osteopathie. 3. Aufl. Stuttgart: Haug; 2010). 

Weitsichtigkeit 

Das Os sphenoidale befindet sich meist in Flexion, sodass die Orbita in ihrem longitudinalen Durchmesser verkürzt ist. Die Behandlung zielt darauf ab, die Orbita und den Bulbus in ihrem longitudinalen Durchmesser zu verlängern. Kraniosakrale Behandlung bei Weit- und Kurzsichtigkeit sollte in jedem Falle gemeinsam mit Augenübungen und einem Sehtraining durchgeführt werden. 

Tinnitus und Schwerhörigkeit 

Sofern die Sinneszellen im Gehör- und Gleichgewichtsorgan noch intakt sind, bestehen gute Aussichten auf eine Verbesserung bis hin zum Verschwinden der Symptomatik. Anderenfalls kann meist nur ein Fortschreiten der Symptomatik aufgehalten werden. Je früher der Tinnitus behandelt wird, desto größer sind die Erfolgschancen. Tinnitus hat eine Vielzahl von Ursachen. Abgesehen von strukturellen Dysfunktionen scheint auch Stress bei der Auslösung von Tinnitus häufig mitbeteiligt zu sein. Psychische Anspannungen können über muskuläre Anheftungen am Os temporale zu Tinnitus führen. 

Eine wichtige Ursache hängt mit dem Zustand der Tuba auditiva zusammen. Eine Dysfunktion des Os temporale in Innenrotation führt zu einem Engerwerden des knorpeligen Teils der Tuba auditiva und erzeugt einen hohen Ton. Eine Dysfunktion des Os temporale in Außenrotation lässt die Tuba offen und erzeugt einen tiefen Ohrton. Dieser Ton wird wahrscheinlich durch den Blutfluss in der A. carotis interna an ihrer Umknickung in der Pars

petrosa des Os temporale erzeugt. Sie ist nur durch eine feine Knochenplatte vom Innenohr getrennt, sodass bei strukturellen Veränderungen in diesem Bereich ein Tinnitus entstehen kann. Ebenso kann der vestibuläre Nerv des N. vestibulocochlearis durch Spannungen der Dura im Meatus acusticus internus des Os temporale beeinträchtigt werden, mit der Folge von Hörstörungen. 

Die Techniken der Wahl sind alle Schläfenbeintechniken, einschließlich der Behandlung des Kiefergelenks, die Lösung der suturalen Verbindungen des Os temporale und die Technik der Eustachischen Tube (s. a. Liem T: Praxis der Kraniosakralen Osteopathie. 3. Aufl. Stuttgart: Haug; 2010). 

In einer randomisierten, kontrollierten klinischen Pilotstudie zeigte eine viermalige befundorientierte Behandlung des Os temporale in Außen- bzw. Innenrotation, ausgewertet mittels visueller Analogskala und einem Tinnitusfragebogen nach Goebel und Hiller, einen positiven Einfluss auf die Penetranz von chronischem Tinnitus. 

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